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GOTHIA Cup

Der Gothia Cup ist das größte und internationalste Jugendfußballturnier der Welt, gilt als die inoffizielle Klubweltmeisterschaft der Kinder- und Jugendmannschaften im Fußball.
Im Jahr 2014wurden hier 4.500 Spiele auf 110 Plätzen (alle in und in unmittelbarer Umgebung von Göteborg) ausgetragen in den Altersklassen 11-18 Jahre bei den Jungen und 12-19 Jahre bei den Mädchen.Das Einzigartige an dem Turnier sind die Mannschaften und Betreuer aus allen Teilen der Erde. Es ist ein Treffpunkt für die Jugend der Welt ungeachtet von Religion, Hautfarbe oder Nationalität. Der gemeinsame Nenner ist das Fußballinteresse.

Der Gothia Cup fand erstmals 1975 statt und wurde von den Vereinen BK Häcken und GAIS in Zusammenarbeit mit der Lokalzeitung „Arbeitet“ ins Leben gerufen. Seit Anfang der 1980er Jahre ist BK Häcken alleiniger Ausrichter. Über 2.000 freiwillige Helfer gehören mittlerweile zum Organisationsteam. Die Lebensumstände von Kindern außerhalb des Fußballs und jenseits von Schwedens Grenzen sind seit je her ein wichtiges Anliegen vom Gothia Cup. Schulen in Kongo, Kim Källström Trophy (Fußballturnier der geistig behinderten Kinder) und Meet the world mit SKF (Svenska Kullagerfabriken, der Hauptsponsor) als Initiator sind Beispiele dafür. Seit 2013 setzen sich die Organisatoren gemeinsam mit UNICEF für die Rechte von Kindern ein.

Schon beim ersten Mal 1975 nahmen 275 Mannschaften aus fünf Ländern am Gothia Cup teil.1985 waren es bereits 502 Mannschaften aus 29 Ländern und 1995 sogar 1.094 Mannschaften aus 48 Ländern. Der bisherige Teilnehmerrekord von 1.615 Mannschaften aus 78 Ländern aus dem Jahr 2012 wurde 2014 – im Jahr des 40-jährigen Bestehens – mit 1.660 Mannschaften aus 73 Ländern und 38.200 (!) SpielerInnen übertroffen.

Man erinnere sich, an Olympischen Spielen nehmen ca.10.000 SportlerInnen teil. Seit seinem Bestehen nahmen mittlerweile Mannschaften aus 140 Ländern teil. Das entspricht etwa einer Million SpielerInnen; der Anteil an weiblichen Spielern liegt bei 30%. Rückblickend sind auch viele (spätere) Profifußballer aus dem Fußballturnier hervorgegangen. 2005 wurde aus den 30 Jahre zurückliegenden Siegerlisten ein All-Star-Team gebildet, dem u.a. auch Alan Shearer, Alan McInally, Zé Roberto und Andrea Pirlo angehörten.

Die „Fast“- Millionenstadt Göteborg wird eine Woche lang von Kindern aus aller Welt „belagert“ - und das seit 40 Jahren jedes Jahr! Die Stadt ist aber großartig auf diesen Ansturm vorbereitet (Freizeitpark Lieseberg, Groß-Disco, Unterkünfte in Schulen und Internaten, Sonderangebote in allen Shops für die Kinder).

Goldmedaillengewinner-Marken

Traditionell werden Medaillengewinner, speziell Olympiasieger, in vielen Ländern auch per Briefmarken geehrt.  Seit SYDNEY 2000 wird unter dem Begriff "Goldmedaillen-Gewinner-Markenprogramm" jedoch eine besondere Form der Würdigung durch die Postverwaltungen der Veranstalterländer verstanden.

2000-gm-001Nach dem Gewinn einer Goldmedaille für das australische Team wurde kurzfristig ein repräsentatives Foto der Sieger ausgewählt, digital an sechs über den Kontinent verteilte Druckzentren übertragen, über Nacht gedruckt und  bis Mittag des nächsten Tages an viele Postämter im jeweiligen Bundesland ausgeliefert. Dies war nur durch einen dezentralen Druck möglich.  Auf den Druckbögen im A4-Format erschien ein Tier als Zeichen für das Bundesland, in dem das Druckzentrum wirkte.  

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Ein A4-Bogen beinhaltete zwei Kleinbögen. Durch die mittige Mini-Perforation unterschieden sich diese nach der Trennung. Das Druckerzeichen steht für New South Wales.

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Besonders populär war der Zusammendruck mit Cathy Freeman, deren Sieg besonders gefeiert wurde. 

Das Drucksymbol mit den Umrissen Australiens steht für eine zusätzliche Variante im Offsetdruck in großer Auflage, die später an alle Postämter ausgeliefert wurde.


Diese Idee wurde auch bei den folgenden Olympischen Sommerspielen übernommnen. In ATHEN 2004 hatte man das Programm angesichts zurückhaltenderer Erwartungen auf alle Medaillengewinner ausgedehnt und das System des schnellen dezentralen ud des nachfolgenden Offset-Drucks (markiert rechts unten mit den Buchstaben OF) übernommen. 

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Der Start stand allerdings für die Post unter einem schlechten Vorzeichen: Ausgerechnet der erste Goldmedaillengewinner L. Sampanis wurde schnell des Dopingvergehens überführt - und so wurde die Ausgabe nach drei Tagen zurückgezogen. 

 

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 Durchaus eine Seltenheit: Einschreibbrief vom Ersttag der Sampanis-Marke am 17. August mit einem Viererblock aus dem Zehnerbogen der in der Post von Piräus gedruckten digitalen Variante, aufgegegebn im Olympia-Sonderpostamt im Hafen von Piräus (OLP). Das Postamt in Piräus nutzte das Athener Druckerzeichen.

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Neben Athen waren Postämter in

  • Thessaloniki,
  • Volos,
  • Heraklion und
  • Patras einbezogen.

 

 

 

 

 


Ohne den dezentralen Druck kam CHINA POST in BEIJING 2008 aus. Dafür  schuf man ein aufwändiges Souvenirprogramm.

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Kleinbogen für die Goldmedaillenfgewinner im Synchronspringen

 


 

Auch 2008 wurde das Goldmedaillengwinner-Programm durch die "gastgebende" ROYAL MAIL fortgesetzt - in der ursprünglichen Form mit einem dezentralen Druck und der landesweiten Verfügbarkeit in vielen Postämtern des Landes bis zum Mittag des Folgetages.

Informationen dazu finden sich in unseren Berichten zu LONDON 2012.